Volkshochschulen

Lebenslanges Lernen ist ein unverzichtbarer und unvermeidbarer Anspruch geworden. Ob auf informelle Weise durch Lernen im alltäglichen Lebenssituationen oder formell in Einrichtungen des Bildungswesens. Letztere bringen Wissen organisiert und gezielt zum Menschen. Dabei helfen uns staatliche und kommunale Angebote.

Eine dieser Bildungseinrichtungen mit einer großen Auswahl an Themenangeboten ist die Volkshochschule, kurz VHS genannt. Der beinhaltende Teilbegriff der „Hochschule“ ist vielleicht etwas irreführend, denn es handelt sich um eine Einrichtung zur Weiterbildung ohne einen Hochschulanspruch und somit auch ohne Hochschulabschluss im üblichen Sinne. Volkshochschulen arbeiten auf der Ebene der Gemeinnützigkeit und erwirtschaften keine Gewinne, sondern verwenden die eingehenden Gelder nur zur Deckung ihrer Kosten. Unterstützt werden Volkshochschulen, die jede für sich als eine eigenständige Einrichtung des Bildungswesens fungiert, hauptsächlich u.A. durch Zuschüsse des Landes, der Gemeinden, Spenden und auch Förderungsmaßnamen des Bundes. Das ermöglicht, die Gebühren für die Teilnahme an den in Volkshochschulen stattfindenden Kursen gering und teilweise sogar kostenfrei zu halten. So wird allen Bürgern die Chance einer Weiterbildung oder die Vertiefung von Wissen angeboten.

Das Angebot der Kurse in Volkshochschulen ist vielfältig und deckt nahezu alle Lebens- und Lernbereiche ab und es besteht die Möglichkeit, Schulabschlüsse nachzuholen. Insgesamt gesehen richten sich die Programme der VHS nach der Zielgruppe. Es werden Kurse für Berufstätige in die Abendstunden verlegt, gezielte Schulungen für Erwerbslose oder Migranten angeboten und sogar Studienreisen veranstaltet. Wer mindestens 16 Jahre ist, darf an den Angeboten der Volkshochschulen partizipieren. Außerdem können VHS auf Firmen zugeschnittene Weiterbildungsmaßnahmen anbieten.

Dass die Volkshochschule sich einer solch großen Beliebtheit erfreut wie heute, hat man sich bei der Gründung der ersten Einrichtung dieser Art, im Jahre 1902 in Berlin, wohl kaum vorstellen können. Richtig bekannt wurde die Volkshochschule nach dem Ersten Weltkrieg. Als eine der Einrichtungen für das Projekt „Lebenslanges Lernen“, ist die VHS in der jetzigen Zeit als unverzichtbar einzuordnen.