Umschulung

Das Gefühl am Montagmorgen kennt fast jeder Arbeitnehmer. Man fährt zur Arbeit … und hat keine Lust dazu. Gut, irgendwie ist das verständlich und nicht ungewöhnlich. Diese Lustlosigkeit weicht dann allmählich, denn sich ein wenig eingewöhnen zu müssen in den Berufsalltag, ist nach einem Wochenende oder Urlaub normal. Aber was, wenn sich dieses Lustlosigkeitsgefühl über Wochen hinzieht, und die Motivation für die Arbeit ausbleibt? Vielleicht ist das der richtige Moment, eine berufliche Veränderung zu erwägen und über eine Umschulung nachzudenken.

Eine Umschulung hat zum Ziel, dass ein Arbeitnehmer in Form einer Qualifikation dazu befähigt wird, eine neue berufliche Tätigkeit auszuüben. Man kann also berufliche Ambitionen und seine Position im Arbeitsmarkt neu bestimmen. Dabei können die gemachten Erfahrungen aus dem vorherigen Berufsleben mit eingebracht werden. Sie sind sogar durchaus hilfreich, wenn es sich um eine berufsverwandte Umschulung handelt.

Einmal davon abgesehen, dass sich die persönlichen Interessen im bisherigen Beruf verändert haben, man einfach demotiviert ist und einen beruflichen Neustart mit besseren Arbeitsmarktchancen sucht, gibt es noch zahlreiche andere Gründe für eine Umschulung. Wer beispielsweise lange nicht in seinem Beruf arbeiten konnte, weil er krankheitsbedingt berufsunfähig war, sich um die Kindererziehung gekümmert hat oder bereits länger in Arbeitslosigkeit feststeckte und dessen erlernter Beruf durch eine veränderte Arbeitsmarktstruktur nicht mehr gefragt ist, sollte eine Umschulung erwägen. Das geht natürlich nicht ohne eine gesicherte finanzielle Rückendeckung. Arbeitnehmer, die aus persönlichen Gründen eine berufliche Neuorientierung suchen, sollten dabei über Rücklagen verfügen. Denn für eine staatliche Unterstützung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, zu denen die Bundesagentur für Arbeit eingehend berät. Hier finden Arbeitnehmer auch zahlreiche Informationen zu Umschulungen und Umschulungsangeboten. Denn ein neu zu erlernender Beruf sollte nicht nur finanziell stimmen, sondern er muss auch Freude machen, um motiviert zu arbeiten. Denn eine Arbeit ist nur dann richtig gewählt, wenn sie als solche nicht empfunden wird.